Rettungspaket für die Nobiskrug-Werft steht
Aufatmen bei Nobiskrug: Die Rendsburger Werft scheint vorerst gerettet. Nach dem Einstieg des arabischen Investors Abu Dhabi Mar ist die drohende Insolvenz der schleswig-holsteinischen Traditionswerft vom Tisch. “Die Werft bleibt liquide, der Geschäftsbetrieb geht weiter”, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) am Montag in Kiel. Vertreter von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), der alten und neuen Investoren, der Finanzinstitute und der Landesregierung sowie die Geschäftsführung der Werft hatten sich zuvor auf ein Konzept geeinigt, das den Fortbestand der Werft sichert.
Wie die NDR 1 Welle Nord unter Berufung auf das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium berichtete, sind in dem Konzept vier Hauptpunkte geregelt: der Einstieg des neuen Investors, die Garantie für fünf Jacht-Aufträge durch TKMS, ein Bauzeitfinanzierungskredit, für den das Land bürgt, sowie eine Vereinbarung zur Zwischenfinanzierung für die Werft.
Biel: Ein guter Tag für Rendsburg und Nobiskrug
Der erste Teil der Zwischenfinanzierung in Höhe von drei Millionen Euro soll Nobiskrug den Angaben zufolge spätestens an diesem Dienstag zur Verfügung stehen. Wirtschaftsminister Jörn Biel (CDU) sagte im Gespräch mit der NDR 1 Welle Nord, es sei ein guter Tag für Rendsburg und die Mitarbeiter der Nobiskrug-Werft. Wenn jetzt alle umsetzen würden, was vereinbart wurde, sei der Fortbestand des Traditionsunternehmens gesichert. Die Vereinbarung werde nicht nur die rund 430 Arbeitsplätze bei Nobiskrug erhalten, sondern auch viele Jobs bei den Zulieferern und in der Region, sagte Biel.
Schieflage durch Finanzierungsprobleme
Die im Oktober 2007 aus dem Werftkonzern TKMS ausgegliederte und an die britische Investorengesellschaft Eagle River Capital verkaufte Rendsburger Werft mit ihren zurzeit noch rund 430 Mitarbeitern war beim Bau von Megajachten in Schieflage geraten. Die Auftraggeber der Jachten hatten sich von TKMS Garantien geben lassen, dass auch nach dem Eigentümerwechsel bei Nobiskrug die Aufträge für die angezahlten Jachten termingerecht abgearbeitet werden. Durch die Wirtschaftskrise geriet Eagle River Capital in Schwierigkeiten und konnte der Werft nicht das notwendige Kapital für die Zwischenfinanzierung zuschießen. TKMS hatte sich jedoch lange Zeit geweigert, die notwendigen Bürgschaften für die fünf Megajachten zu übernehmen.











































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